Der Aschermittwoch läutet nicht nur die 40-tägige Fastenzeit ein. Auch die Regentschaft der Narren ist vorbei. Damit einher geht in der Kreisstadt die traditionelle Schlüsselrückgabe an den Bürgermeister. Gemeinsam mit dem diesjährigen Heiligenstädter Prinzenpaar Sybille I. und Ronny I., dem Möhrenkönig Wolfgang Gunkel, der gleichzeitig Vereinsmitglied ist, der Vizepräsidentin Monika Ausmeier und Peter Frey vom Ressort Versorgung zog der Präsident Volker Lamprecht in die Heiligen Hallen der Stadtverwaltung. Dort gab der Präsident der Narren das Zepter an den Bürgermeister Thomas Spielmann zurück. Natürlich nicht kampflos und mit einem Tränchen im Auge. Der Dank an beide Seiten - Stadtund Verein - stand im Vordergrund des Gespräches, über die vergangene Saison.
Der Präsident resümierte, dass die Saison ein voller Erfolg war und gewissermaßen auch ein neuer Rekord an Teilnehmern der einzelnen Veranstaltungen zu verzeichnen war. Die Sorge zu Beginn der fünften Jahreszeit, nicht genug Programm zu haben oder weniger Gäste
wegen der Ferien, bestätige sich nicht. Im Gegenteil: Acht Gastvereine traten auf und zwei Veranstaltungen waren ausverkauft. "Zum Rosenmontag und zum Weiberfasching mussten wir die Türen schließen", sagte Lamprecht. Die Prunksitzungen sowie der Kinderfasching wurden auch wieder sehr gut angenommen. Der Rosenmontag in der Form war in diesem Jahr ein Testlauf. Statt die Pforte von 11 bis 17 Uhr zu öffnen, gewährten die Narren erst ab 15 Uhr den Einlass, dafür aber "open end". "Die Umstellung war genau richtig, denn der Saal war brechend voll", so Ausmeier. In den kommenden Jahren soll das beibehalten werden. Das Ziel des Umzuges, mehr Bilder aus dem Veranstaltungskalender zu präsentieren, als das Jahr Wochen hat, wurde erfolgreich umgesetzt. Der Verein konnte am Sonntag 63 Programmpunkte zählen. Nach dem Umzug stand der Vorwurf im Raum, dass es Werbung für Heiligenstadt wäre. Thomas Spielmann bestätigte
das: "Natürlich machen wir auch Werbung für unsere Veranstaltungen."
Im Gespräch warf Peter Frey ein, dass das Männerballett ein Treffen mit allen Balletts Mitte des Jahres plant. "Es soll kein Wettbewerb sein, im Gegenteil wir wollen uns mit den anderen Männerballetts zusammen setzten, ins Gespräch kommen und einen netten Abend verleben", so Frey. Die Idee fand bei den Anwesenden wohlwollende Zustimmung.
HCV-Präsident Volker Lamprecht verglich die Arbeit im Verein, gerade vor dem Faschingswochenende, mit einem Wirtschaftsbetrieb. Es funktioniert nur, wenn gemeinsam gearbeitet wird und jeder sein Ressort im Blick hat.
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